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Aus der Chronik des Regionalverbandes der Gartenfreunde Bernburg e. V.
 
Das organisierte Kleingartenwesen im Kreis Bernburg ist als das Ergebnis aus der Entwicklung der Kleinpächter und der kleinen Ackerbürger zu sehen. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hatte der Naturheilverein (Prießnitz) des bemittelten Bürgertums.
 
1902 Schaffung von 30 Kleingärten im .Naturheilverein Gröbziger Str, heute "Naturfreunde e.V." (= älteste Anlage) mit der Abt. II, heute "Fuhnefeld e.V."
 
1903 - 1920 Die Mehrzahl der Kleinpächter in Bernburg begann, sich in Vereinen zu organisieren, allen voran "Die Braun´schen Gärten" (Besitzer Saatzucht Braune). Des weiteren "Schmidtscher Schrebergartenverein" (später Radieschen) am Zepziger Weg im Jahre 1908 (heute nicht mehr vorhanden).
 
1919 errichtete Emil Steinbach eine Anlage mit 64 Parzellen. Acker und Weide als Besonderheit gestatteten es, Kühe zu halten, deren Milch die Kinder der Pächter kostenlos erhielten.
 
1921 Der Zusammenschluss der einzelnen Anlagen erfolgte 1921 im Anschluss an die Ackerpächtervereinigung.
 
 
1922 Auf Betreiben des Vereinsvorsitzenden Otto Lehmann ("Große Aue") wird der Kreisverband der Kleingärten Bernburg e.V. mit 18 Mitgliedsvereinen in der  Gaststätte "Alter Markt" gegründet.
 
Noch im selben Jahr wurde er Mitglied im Anhaltinischen Landesverband Dessau. Zu ihm gehörten die Kreisverbände Dessau, Bernburg und Zerbst.
 
Zu den Gründungsvereinen zählten:
  • Verein für Gesundheitspflege und Naturheilkunde (Fuhnefeld)

  • Naturheilverein (Naturfreunde)

  • Bergstädter

  • Schrebergartenverein "Große Aue"

  • Verein "Freie Hoffnung"

  • Schrebergartenverein "Eisenbahner" Große Aue

  • Schmidtscher Schrebergartenverein

  • Die Brauneschen Gärten

  • Schreberverein Aderstedt "Zur Wühlmaus" e.V.

  • Gartenbauverein Werner, Nienburg

  • Schrebergartenverein "Oberpeißen"

  • Verein der Naumannschen Schrebergärten

  • Steinbachscher Schrebergartenverein "Steinbach" e.V.

  • Schrebergartenverein Gerbitz

  • Schrebergartenverein "Flora" Nienburg

  • Schrebergartenverein Roschwitz

  • Kleingartenverein Vorwärts "Waldfrieden" e.V.

  • Schrebergartenverein "Dröbel 1921" e.V.

 
 
1932 Zehnjähriges Bestehen des Bernburger Kreisverbandes.
 
Der Festabend im großen Saal des Kurhauses war mit etwa 1.000 Personen besucht. Gartenfreund Röhling, neuer Vorsitzender, eröffnete den Abend. Motto: Einigkeit macht stark! Der Kreisverband umfasste 22 Mitgliedsvereine mit 1.900 Mitgliedern.
 
 
1943 Alle Gemüsesämereien wurden auf Anordnung des Reichsnährstandes beschlagnahmt. Der Erwerbsgemüsebau erhielt das alleinige Recht, die Pflanzenanzucht für den Kleinanbauer und Kleingärtner zu sichern.
 
 
1945 Mit der Besetzung Bernburgs durch amerikanische Streitkräfte am 16. April 1945 wurde auf Erlass des Stadtkommandanten jegliche Betätigung von Parteien und Vereinigungen untersagt. Der Kreisvorsitzende Röhling und sein Stellvertreter Lehmann organisierten bei Gartenbesuchen die
Kreisvorstandsarbeit.
 
Mit der Übernahme der Macht durch sowjetische Streitkräfte im August 45 konnten auf Befehl der Militäradministration gemeinnützige Vereinigungen frei tätig werden.
 
 
1948 Am letzten Aprilsonntag fand im Gewerkschaftshaus eine den Umständen angepasste Kreisverbandstagung aus Anlass des 25. Jahrestages der Gründung des Bernburger Kreisverbandes statt.
 
Fast in jeder Gemeinde des Landkreises wurde Kleingartengelände zur Schaffung von Kleingartenanlagen zur Verfügung gestellt. Überwiegend auf Bodenreformland. Kreisverbandsleiter Kästner berichtete, dass Ende 1947 37 Vereine mit 3.400 Mitgliedern und innerhalb eines Jahres auf 43 Kleingartenanlagen mit 4.500 Mitgliedern angewachsen ist.
 
 
1949 Durch die räumliche Ausdehnung des Kreises Bernburg, dazu zählten die heutigen Kreise Aschersleben und Staßfurt, wurden 92 Vereine mit ca. 13.000 Parzellen betreut.
 
 
1954 Bildung der Kreisorganisation des VKSK. Den Vorsitz übernimmt Walter Köhler, als Geschäftsführer wird Hermann Strätz, jun. berufen. Mit den einzelnen Fachrichtungen wurden ca. 10.000 Mitglieder erfasst.
 
1955 Auf Beschluss der Volkskammer wurden die damaligen Länder der DDR abgeschafft und durch Bezirke ersetzt. Gleichzeitig wurden die Landkreise neu geordnet. Der Landesverband der Kleingärtner und Kleintierzüchter Sachsen-Anhalt wird aufgelöst. In Halle wird der Bezirksverband des VKSK ausgerufen. Die Selbständigkeit der Vereine wird aufgehoben. Von da ab existieren sie unter der Bezeichnung Kleingartenanlage. Erworbenes Gartenland wird per Gesetz in Volkseigentum überführt. LPG werden ermächtigt, unabhängig vom Besitzer des Landes, Boden für die Errichtung von Kleingartenanlagen auf Dauer bereitzustellen. Erste Frauenaktivs werden bei der Kreisorganisation gebildet.
 
1964 Wettbewerbe zu Ehren der Republik werden ins Leben gerufen. Ziel: 100 kg Obst und Gemüse je 100 qm Gartenfläche - totaler Aufkauf von Obst und Gemüse aller Art war die Folge. Der Fachbereich Kleingärtner des Kreises stellte 430 t Gemüse und 900 t Obst dem Handel zur Verfügung.
 
1977 Gemäß der Aufgabenstellung des VIII. Parteitages der SED beschloss der 4. Verbandstag: Bis 1990 sind 150.000 Kleingärten neu zu schaffen. Die zu errichtenden Lauben sollten den Ansprüchen der Familien entsprechen. Bis zu 30 qm Grundfläche wurden erlaubt.
 
1983 Im Kreis Bernburg konnte diese Frage zunächst mit der Schaffung der Kleingartenanlage "Fortschritt 1983" - heute "Zur Tulpe" - mit 168 Parzellen gelöst werden.
 
1987 Die Nachfrage nach einem Kleingarten war ungebrochen groß. Es wurde die Kleingartenanlage "Bernburg Süd 1987" mit 138 Parzellen geschaffen. Die Errichtung einer dritten Anlage an der Kalistraße kam aus der Genehmigungsphase nicht hinaus.
 
1990 Am 23. Juni wurde im Kleingartenverein "Chemie und Kali" mit der Gründungsversammlung der heutige Kreisverband der Gartenfreunde Bernburg e. V. neu ins Leben gerufen.
 

1991 Im März 1991 wurden, nachdem der Beitritt zum Bund Deutscher Gartenfreunde abgeklärt war, die Siedler ausgegliedert und in den Deutschen Siedlerbund überführt. Der neu gewählte Kreisvorstand nutzte die Städte-Partnerschaft Rheine - Bernburg zum Studium praktischer Gegebenheiten im Regionalverband Lippe. Diese Erfahrungen waren sehr wichtig für den Erhalt der Vereine und in Bezug auf die Umsetzung des Bundeskleingartengesetzes.

 
1993 2. Ordentlicher Verbandstag am 12.06.1993 im Kleingartenverein "Chemie & Kali"
 
1996 3. Ordentlicher Verbandstag am 01.06.1996 im Kleingartenverein "Chemie & Kali"
 
2000 4. Ordentlicher Verbandstag am 03.06.2000 im Paradies
 
2004 5. Ordentlicher Verbandstag am 14.08.2004 im Kleingartenverein "Chemie & Kali"
 

2006 6. Ordentlicher Verbandstag am 13.10.07 im Parkhotel Bernburg

- Umbenennung des Verbandsnamen infolge der Bildung des Salzlandkreises

alt: Kreisverband der Gartenfreunde Bernburg e.V.

in

neu: Regionalverband der Gartenfreunde Bernburg und Umgebung e.V.

- Neuwahl des Regionalvorstandes und des geschäftsführenden Vorstandes.

- Vorsitzender Joachim-Ernst Becker

 

Prolog

Das Bundeskleingartengesetz vom 1.4.1983 in der novellierten Fassung vom 18.3.1994 stellt eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung des Kleingartenwesens dar. Das Gesetz ist so ausgestattet, dass auch unter den sich verändernden politischen, sozialen und ökologischen Bedingungen eine zeitgemäße Anwendung ohne Veränderung des gesetzgeberischen Willens möglich ist. Das bedeutet, dass alle Aspekte der kleingärtnerischen Nutzung gemäß § 1 Bundeskleingartengesetz ihre Gültigkeit behalten, ja - sie werden an Bedeutung gewinnen. Treten wir energisch denen gegenüber, die da meinen, sie könnten sich außerhalb der Gesetzesnorm bewegen. Eingedenk des Leitspruches der Gründer unseres stolzen Regionalverbandes:

 
"Einigkeit macht stark!"
 
Auf diesen Grundlagen wird die Kleingartenbewegung weitere Generationen überdauern und zur Entspannung und Freude beitragen.